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3.Damen: Das Glücksrollballspiel!

3. Damen

Geschrieben von: Nina Frühling , Dienstag, 07. Februar 2012

8. Saisonspiel am 05.02.2012 gegen den Bramfelder SV, Ergebnis: 21:15 für uns

Spielerinnen: Caro, Dani, Domi, Ina, Inken, Jessi, Maren, Nicki, Nicole, Nina und Tina
Trainerin: Kuddel, Betreuerin: Chrishy

Im Hinspiel hatten wir an der Linie, im Feld und im Tor etwas improvisieren müssen und lieferten trotzdem ein tolles Spiel ab. Man bediente sich diverser Psychotricks: Chrishy mit Leidensmiene zu gegnerischem Trainer bezüglich Tina's und Kuddel's Ausfall: „Die Trainerin ist krank, und jetzt muss auch noch eine Feldspielerin in's Tor." Diese „Feldspielerin" hatte sich im Laufe des Spiels so auf die Würfe eingestellt, dass sie mehrere davon fing. Aber wir hatten das ja nicht anders erwartet.

Anfang Februar ging denn nun auch unsere Rückrunde los, und diesmal waren wir elf Leute. Leider mussten ein paar Kranke passen, dafür war Jessi wieder dabei – und ihr Trikot passte noch! Nach ein wenig Frotzelei von wegen defensive Abwehr, Feldspielerin im Tor, „einfach mal machen" und so ging es los. Vorweg gesagt: Das Ergebnis mit rekordverdächtigen 21 erzielten Toren lässt es zwar nicht vermuten, aber: Wir spielten miserabel. Besonders in der Abwehr standen wir wie Schluck Wasser in der Kurve. Gerade über den Kreis (sogar Jessi's Nachwuchs auf der Bank imitierte unsere Rufe: „Kreeeeiiiis!") oder durch unorthodoxe Würfe aus dem Rückraum („Die springt so hoch wie ´ne Tageszeitung!") kam Bramfeld immer wieder zum Torerfolg und führte zunächst auch 2:0. Nur, dass sie danach defensiv noch schlechter standen als wir. Häufig sah es so aus: Inken oder Nicki zogen einzeln bis zu drei Leute clever auf sich (anders wären die beiden auch sicher nicht zu halten gewesen), Pass zur Mitte auf Caro. Die nahm dankend an und traf insgesamt sieben Mal, meist per Durchbruch oder aus dem Rückraum. Dass sich bei einer 6:0-Deckung so kolossale Lücken auftun können, ist schon erstaunlich. Aber die muss man ja auch erstmal sehen, nutzen und den Ball einnetzen. Eine so erfahrene Mannschaft wie wir hätte das aber noch konsequenter machen müssen, das hätte sicher noch ein zehn weitere Male geklappt. Hätte, hätte, Fahrradkette. Wir waren meist zu hektisch im Spielaufbau und geleiteten in der Abwehr die Gegenspielerin teilweise freundlich bis vor's Tor. Beim 4:4 stand es aber zum letzten Mal unentschieden, zur Halbzeit 10:8 für uns. Nach einem 3:0-Lauf zu Beginn oder spätestens beim 16:10 für uns Mitte der zweiten Hälfte war dann alles klar. Wir machten viele Tore mit Glück. So verwarfen wir mehrere 7m, der Ball rollte aber glücklich in unsere Hände. Meist zu Dani, die ihn dann verwertete. Der Glücksrollball!

Wieder mal positiv: Acht verschiedene Torschützinnen von allen Positionen. Am Montag beim Training gab es aber nicht wirklich eine Spielanalyse. Bis auf ein paar Diskussionen untereinander („Wer von euch hat keine Schmerzen?", „Blutet deine Hand noch?", „Du warst so ruhig gestern, sonst schreist du, wenn du 7m-reif gefoult wirst." – „Ich schreie nur, wenn ich erwarte, dass ich gefoult werde. Wenn die mich so stumpf umhauen, bleibt mir die Sprache weg.") wurde das Happening vom Vortag irgendwie tot geschwiegen. Man hatte ja immerhin gewonnen. Gegen eine stärkere Mannschaft wären wir mit dieser Leistung wohl nicht zum Sieg geeiert. Bei der HSG Pinnau am 19.2. muss jedenfalls eine deutliche Steigerung her, um den Hinspielerfolg zu wiederholen. Mal sehen, mit welcher jung-dynamischen Truppe wir dann antreten.

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